Work and Travel mit oder ohne Organisation? Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick!

Work and Travel mit oder ohne Organisation? Ja oder Nein?Du willst zum Work and Travel…

… und bist am überlegen, ob du deine Work and Travel Reise mit oder ohne Organisation vorbereitest? Nun, da bist du nicht allein! Ist ersteinmal die Entscheidung für ein paar Monate zum Work and Travel ins Ausland zu gehen gefallen, dann ist die nächste grosse Frage meistens: Wie mache ich es? Mit oder ohne Work and Travel Organisation?

Während es vor wenigen Jahren kaum Websites zum Thema “selbst organisieren” gab, so hat sich die inzwischen (Gott sei Dank) geändert. Auch wenn einige Organisationen den Zahn der Zeit immer noch nicht erkannt haben und weiterhin versuchen auf “Teufel komm raus” ihre Komplett-Pakete an den Mann zu bringen, so steigt die Zahl derer, die ihre Reise selber planen kontinuierlich an.

Egal ob Work and Travel in Australien, Neuseeland, Kanada oder eines der anderen Länder, jeder hat die freie Wahl es entweder mit oder ohne Organisation umzusetzen. Und da genau diese Frage immer wieder von vielen gestellt wird, wollen wir euch in diesem Beitrag einmal die Vor- und Nachteile beider Optionen gegenüber stellen. Beides hat seine Vorteile und wie bei fast allen Dinge im Leben natürlich auch seine Nachteile.

Legen wir also gleich los mit der Frage: Work and Travel selbst organisieren ja oder nein?


Work and Travel mit Organisation – Die Vorteile einer professionellen Work and Travel Agentur

Work and Travel Organisationen gibt es viele, einige besser als andere, grundsätzlich bieten die meisten Agenturen ein ähnliches Leistungspaket. Schauen wir uns also zunächst die Vorteile solcher “Work and Travel Pakete” an.
 

Hilfe bei der Beantragung des Working Holiday Visums

Wer eines der Work and Travel Programme eines Reiseveranstalters bucht, der bekommt im Gegenzug ebenfalls Hilfe bei der Beantragung des Working Holiday Visums. Die Antragsformulare sind nicht immer ganz einfach zu verstehen und vor allem meist in englischer Sprache. Die Organisationen helfen dir beim Beantragen keine Fehler zu machen und stehen für evtl. Fragen zur Verfügung.

 

Betreuung und Beratung vor der Abreise aus Deutschland

Bevor es in den Flieger geht, gibt es eine ganze Reihe von Formalitäten zu erledigen. Dazu zählt nicht nur das Working Holiday Visum, sondern auch ein passender Flug, eine qualitativ hochwertige Auslandskrankenversicherung, die ausdrücklich zum Work and Travel geeignet ist oder auch das Buchen einer Unterkunft für die ersten Nächte nach deiner Ankunft.

Work and Travel Agenturen wissen über all diese Dinge bestens bescheid und nehmen den Teilnehmern eine ganze Menge Arbeit ab, indem Sie einen Flug buchen, eine Unterkunft organisieren und eine entsprechende Work and Travel Versicherung vorschlagen.
 

Kontakt zu Gleichgesinnten, die auch zum Work and Travel gehen

Ein weiterer Vorteil von Reiseagenturen ist, dass man meist bereits vor der Reise Kontakt mit anderen Backpackern hat, die genau das gleiche vor haben und das vielleicht sogar zur gleichen Zeit. Somit kann man schon vor der Abreise Leute kennenlernen, mit denen man evtl. gemeinsam die Reise startet.
 

Ansprechpartner vor Ort

Fast alle Work and Travel Anbieter haben entweder ein eigenes Büro vor Ort oder arbeiten mit einer Partnerorganisation zusammen welche im Ausland als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Auf diese Weise hat man das sichere Gefühl, dass man sich im Notfall (Krankheit, Unfall oder der Verlust von wichtigen Unterlagen) an jemanden wenden kann.

HINWEIS: Wer ohne Work and Travel Organisation unterwegs ist, der kann sich im Falle eines Notfalls immer an die Notfall-Hotline seiner Auslandskrankenversicherung wenden! Diese haben eine 24-Stunden-Hotline und informieren dann im Fall der Fälle auch umgehend die Eltern in Deutschland.
 

Zugang zu einer Job-Datenbank

Viele Reiseanbieter bieten ihren Teilnehmern Zugang zu einer sogenannten Job-Datenbank. Die speziellen Jobbörsen sind dabei auf Backpacker und Work and Traveller ausgerichtet und können einem die Jobsuche vor Ort erleichtern.

Es ist allerdings an dieser Stelle zu erwähnen, dass KEINE Work and Travel Organisation eine Job-Garantie geben kann! Dies ist UNMöGLICH, denn am Ende ist es der jeweilige Arbeitgeber, der darüber entscheidet ob man eingestellt wird oder nicht. Hierauf hat die Work and Travel Organisation KEINEN EINFLUSS! Wer also von einer Work and Travel Agentur eine Job-Garantie angeboten bekommt, der sollte das Angebot mit Vorsicht geniessen und sorgfältig prüfen um was für eine Garantie es sich dabei genau handelt!

 

Welche Agentur ist die best?

Work and Travel Organisationen gibt es viele, welche die "Beste" ist haengt wohl im Wesentlichen vom Geschmack ab. Es gitb jedoch Agenturen die sich ueber die letzten Jahre als kompetent und empfehlenswert profiliert haben.

Hier zwei Work and Travel Agenturen die ich guten gewissens empfehlen kann:

TravelWorks
Travelplus Group GmbH
Münsterstrasse 111
48155 Münster
Deutschland
Internet: www.travelworks.de

AIFS Educational Travel
Friedensplatz 1
53113 Bonn
Deutschland
Internet: www.aifs.de
 


Work and Travel ohne Organisation – Die Vorteile des "selbst organisierens"!

 

Alles was mit der Vorbereitung auf ein Work and Travel zusammenhängt kann natürlich auch mehr oder weniger problemlos selbst organisiert werden. Schauen wir uns als nächstes einmal an welche Vorteile es mit sich bringt, wenn man die eigene Work and Travel Reise in “Eigenregie” selbst organisiert.

 

Mehr Flexibilität

Wer seine Reise selber plant, der ist an keine speziellen Reisedaten gebunden und kann sein An- und Abreisedatum sowie den genauen Ankunftsort frei wählen. Viele Organisationen bieten zwar inzwischen viele verschiedene Startpunkte zum Work and Travel an, ganz frei von den vorgegebenen Startplätzen ist man jedoch nicht.

Ausserdem kann man seine Reise- bzw. Flugroute frei wählen und somit z.B. noch verschiedene Stopover in Ländern oder Städten einlegen, welche man mit einer Reiseorganisation nicht machen könnte.

 

Bessere und “intensivere” Vorbereitung

Organisiert man sein Backpacking Abenteuer selbst, dann muss man sich während der Vorbereitung intensive mit allen damit in Verbindung stehenden Dinge auseinander setzten. Dies schliesst beispielsweise die Wahl der Versicherung, das Suchen einer Unterkunft, das Buchen eines Fluges inklusive eventueller Stopover ein. All diese Dinge sind nicht nur für die Vorbereitung von Bedeutung, sondern selbstverständlich auch während der Reise!

Während viele, die mit einer Organisation gebucht haben nach den ersten Tage plötzlich dastehen und nicht so richtig wissen wie sie ihre Reise jetzt eigenständig fortsetzen sollen, so sind diejenigen, die ihr Work and Travel Abenteuer selber organisiert haben meist deutlich besser vorbereitet und viel Eigenständiger bei der Planung des weiteren Reiseverlaufes. Schliesslich ist es Aufgabe der Organisationen dir den Anfang zu erleichtern, weiterreisen und die eigne Reisroute planen, buchen und umsetzen muss man natürlich trotzdem selbst! Dies ist allerdings ein Punkt, den viele, die mit einer Orga gebucht haben missverstehen. Es ist keinesfalls so, dass einem die Reiseagentur die gesamte Work and Travel Reise mit Unterkunft, Jobs und Fortbewegungsmitteln vom Ankunft bis zum Rückflug durchorganisiert.

 

Wesentlich billiger

Die Work and Travel Pakete (manchmal auch Work and Travel Programme genannt) haben natürlich ihren Preis, und das selbstverständlich auch zu Recht. Schliesslich bekommst du Hilfe bei der Vorbereitung und nimmst nach der Ankunft meist an einem Workshop teil. Dies alles kostet natürlich Geld, Geld dass sich in den Preisen der Reisepakete widerspiegelt.

Wieviel Geld man beim selbst organisieren sparen kann hängt davon ab in welches Land man will, welche Ansprüche man hat, und mit welcher Agentur man die Preise vergleicht. Grob gesagt lässt sich jedoch beim selbst organisieren leicht und locker ein paar hundert Euro sparen. Dies könne “nur” 300 bis 400 Euro sein, es ist aber auch durchaus möglich bis zu 600 oder gar 700 Euro im Vergleich zu einer Reiseorganisation zu sparen. Wer also ein wenig aufs Geld achten muss, für den ist das selbst organisieren der eigenen Work and Travel Reise besonders interessant.


Fazit

 

Kommen wir zurück zur Frage: Work and Travel mit oder ohne Organisation? Die genannten Vor- bzw. Nachteile beider Wege machen ziemlich schnell deutlich, dass es eine pauschale Antwort auf diese Frage nicht gibt!

Ob man sich für oder gegen eine Work and Travel Organisation entscheidet ist am Ende mehr oder weniger eine Frage des Geschmacks, des eigenen Organisationstalentes sowie natürlich auch des Geldes.

Oftmals ist es das Gefühl von “Sicherheit”, welches viele dazu verleitet die Work and Travel Reise mit einer Organisation zu planen. Nicht selten sind es sogar die Eltern, die aus Sorge um ihr Kind zum Abschluss eines Work and Travel Komplett-Paketes “drängen”. Auch die Tatsache, dass man mit einer Organisation meist Zugang zu einer Job-Datenbank bekommt klingt meist ziemlich verlockend.

Auf der anderen Seite geht einem die Flexibilität verloren und man ist meist weniger gut Vorbereitet als wenn man sich im Vorfeld schon intensive mit der Thematik “Work and Travel” auseinandersetzt und alle Dinge ohne Organisation selbstständig organisiert. Eine Ersparnis von nicht selten 500 Euro oder mehr gibt vielen dann den letzten “Stoss”, ihr Work and Travel ohne Organisation zu planen.

Wie auch immer man sich entscheidet, eines steht fest: Spass haben beim Work and Travel wird man auf jeden Fall!

Was ist deine Meinung? Work and Travel mit oder ohne Organisation? Hast du dich schon entschieden? Lass uns wissen was du denkst und hinterlasse einen kurzen Kommentar!

Für deinen Spass am Work and Travel!

Have a nice day!
Fabian Linge

 

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8 Responses to Work and Travel mit oder ohne Organisation? Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick!

  1. Simon says:

    Erstmal danke für die informative Zusammenfassung!
    Ich denke ich werde mein Work&Travel selber organisieren, da mir diese persönliche Freiheit besonders wichtig ist. Außerdem macht mir die Organisation sogar Spaß und wird von mir nicht als Belastung empfunden….
    Ich finde du hättest noch hinzufügen können was du mir als Antwort in einer Email geschreiebn hast – dass es solche Notfallnummern auch bei den meisten Versicherungen gibt und man ja auch in Deutschland ohne Organisationsnummer zu helfen weiß. (Nur um die Liste noch zu vervollständigen).
    Liebe Grüße,
    Simon

    • Fabian Linge says:

      Hi Simon,

      danke fuer deinen Kommentar und den Hinweis zu den Notfallnummern der Auslandskrankenversicherungen! Ich hab das soeben ergaenzt 🙂

      Du hast natuerlich recht, jede Auslandskrankenversicherung bietet eine 24 Stunden Notfall-Hotline (auch deutsch-sprachig) an. Somit hat man immer einen Ansprechpartner fuer den Fall, dass mal was passiert.
      Dies ist natuerlich auch eine Art „Ersatz-Notfall-Nummer“ fuer alle diejenigen, die ohne Organisation zum Work and Travel gehen und somit keinen Ansprechpartner haben.

      Und da man sowieso eine spezielle Work and Travel Auslandskrankenversicherung abschliessen muss (die deutsche Krankenkasse zahlt im aussereuropaeischen Ausland nicht!), hat man die Notfall-Hotline somit immer 24 Stunden am Tag zur Verfuegung, fuer den Fall, dass doch mal was unverhergesehenes passiert!

      Weiterhin viel Erfolg bei der Vorbereitung auf dein Work and Travel Abenteuer! Und nochmals danke Simon fuer den Hinweis….

      Fabian

  2. Ilja says:

    Die in dem Artikel sehr gut beschriebenen Vor- und Nachteile lassen mich auch eher dazu verleiten es auf die "eigene Faust" zu probieren. Allerdings macht mich da eines etwas stutzig: Wie und wo bekommt man dort Jobangebote, wenn man jetzt z.B. in Sydney angekommen ist? Ich meine halt, man ist ja auf sich alleine gestellt und man hat ja keinen der einem vor Ort helfen kann, oder seht ihr das anders?? Hat man eigentlich auch die Möglichkeit in Australien andere Backpacker zu treffen, wenn man dann komplett alleine reisen will?
    MfG 
    Ilja

    • Fabian Linge says:

      Hi Ilja,

      danke fuer dein feedback!

      Wenn du mit einer orga nach australien gehen wuerdest, dann wird dir bei der ankunft erklaert WIE und WO du nach jobs gucken kannst. D.h., dir wird kein job vermittelt, sondern dir erklaert wie du dir selber einen suchst… wenn du also ohne work and travel organisation aufbrichst, dann suchst du dir die infos vorher bereits zusammen (z.B. uebers Internet, Buecher, Blogs etc.), so dass du bei der ankunft bereits weisst wie und wo du am besten mit der jobsuche beginnst. Fuer australien hab ich z.b. selbst einen ratgeber geschrieben in dem ich alles schritt fuer schritt erklaere…von der beantragung des working holiday visum ueber das buchen eines fluges bis hin zu den besten tipps und tricks zur jobsuche in australien. fall du interesse hast…schau einfach mal hier: work and travel australien ratgeber

      Grundsaetzlich gibts viele moeglichkeiten sich in Oz einen Job zu suchen…die wohl bekanntesten und gaengigsten sind:

      1. online jobboersen (z.b. gumtree.com.au, seek.com.au…etc)
      2. job agenturen (die meisten sind kostenlos und es gibt einige die sich auf backpacker spezialisieren)
      3. fragen, fragen, frage… du wirst feststellen, das in australien viele geschaefte, cafes etc ein schild im schaufenster haengen haben wenn sich nach arbeitskraeften suchen… einfach einen kurzen lebenslauf vorbereiten…ins geschaeft gehen und fragen ob die stelle noch frei ist (auch wenn das fuer viele etwas komisch klingt…die erfolgsaussichten sind ziemlich gross!)

      Zu deiner zweiten Frage: Backpacker triffst du in Oz UEBERALL!!! du kommst garnicht drumherum :-)… bereits bei deiner ankunft, wenn du in einem hostel unterkommst triffst du haufenweise backpacker aus deutschland, england, holland etc… ueber das „problem“ andere leute kennenzulernen wuerd ich mir am wenigsten sorgen machen !!

      ich wuensche dir viel spass bei der vorbereitung

      liebe gruesse

      Fabian

  3. Frank says:

    Hi Fabian, wie immer ein mal wieder sehr interessanter Beitrag vom Work & Travel-Expert;-)! Was der Frage ob "mit oder ohne" auch noch sicher ganz interessante Aufschlüsse mit auf den Weg gibt ist unsere derzeitige Umfrage auf http://www.auslandsjob.de zur Frage "Wie machst DU Work & Travel", auf die von nun über 6000 Besuchern aktuell nur 20 Prozent "mit einer Organisation" geantwortet haben, während 45 % es definitiv via do it myself angehen werden und der Rest noch unschlüssig ist. Interessant hierbei ist, dass sich der Anteil der "Selbstorganisierer" im Laufe der Umfrage immer weiter erhöht und gleichzeitig der "Veranstalter-Work & Traveller"-Anteil reduziert hat. Ich denke, dies zeigt einen sehr interessanten Trend – schauen wir mal, was die Zahlen so in einem Jahr sagen werden;-)!

    • Fabian Linge says:

      Hey Frank…

      danke fuer die Infos, ein aehnliches Ergebnis kam bei unserer umfrage letztez Jahr auch heraus. Es ist interessant zu sehen, dass die meisten es sich inzwischen zutrauen auf eigene Faust zum Work and Travel zu gehen!

      Beste Gruesse nach Deutschland

      Fabian

  4. Friedhelm says:

    Gilt dieses Holiday Working Visum auch für die USA, oder brauch ich da ein Studentenvisum etc? Mich verwirrt das momentan ein bisschen mit den unterschiedlichen Arten der Visa. 
    Und meine zweite Frage wäre, kann man in dem jeweiligen Land dann auch bei Gastfamilien unterkommen? Muss ich dann sowas selber anleiern oder würde mir in dem Fal die Work&Travel Organisation weiterhelfen? Danke im Vorraus für eine Antwort.
    MfG Friedhelm

    • Fabian Linge says:

      Hi Friedhelm,

      fuer die USA gibts leider kein typisches working holiday visum. jedoch gibts alternativ das J1 visum, welches du auch zum work and travel nutzen kannst, dies ist allerdings nur fuer studenten…du musst also an einer uni eingeschrieben sein…

      du findest alle infos dazu hier auf dem blog…. schau einfach unter „work and travel USA“… hier auf der website (rechts unter kategorien!).

      die meisten work and travel organisationen vermitteln auch gastfamilien, allerdings hat das dann nichts mit work and travel zu tun! das ist ein separater bereich und eine andere form von „auslandsaufenthalten“.

      beste gruesse

      Fabian

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