Arbeiten und Reisen in China – Ein Erfahrungsbericht von Roxana Mihai

HimmelstempelDu willst zum Work and Travel nach China?

 

Nun, da gibt's ein paar Dinge die du dazu wissen solltest! Da ich selbst noch nicht zum Arbeiten und Reisen in China war will ich daher auch nichts falsches schreiben. Doch es gibt eine gute Nachricht…

 

Roxy war bereits ein Jahr in China und hat mich gefragt ob sie nicht einen Gastartikel hier im Work and Travel Magazin beisteuern kann… Klar! Freut mich immer wenn jemand mit persönlicher Erfahrung was zum Magazin beisteuert!

 

Herzlichen Dank Roxy für den super Artikel!

 

Und los geht's…

 

Angefangen hat alles mit Kung-Fu Filmen

 

Ich habe mich schon immer für die chinesische Kultur interessiert. Das fing als Kind mit Kung-Fu Filmen an und setzte sich später als Faszination der enormen Kontraste dieses Landes fort. Daher fiel 2006 der Entschluss, Chinesisch an der Hochschule Bremen zu studieren. Was ich mir da zumutete, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich glaube nicht, dass ich mich sonst an dieses Wagnis getraut hätte. Rückblickend jedoch, war es eines der besten Dinge, die ich je gemacht habe.

 

Ein Jahr in China leben und arbeiten, so lautete mein Plan. Ein halbes Jahr Sprachstudium in Peking und anschließend ein Praktikum absolvieren. Mein Studium hat mich sehr gut darauf vorbereitet, was mich in China erwarten würde. Nicht nur sprachlich, sondern auch bezüglich der kulturellen Unterschiede. Als ich also in China landete, voller Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer, hatte ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, wie schwierig sich eben dieses Abenteuer gestalten würde.

 

Die Vorbereitung war nicht ganz einfach!

Mehrere Hürden treffen hier aufeinander: das Visum, einen (gut bezahlten) Praktikumsplatz oder Ferienjob finden, und das Land selber, das widersprüchlicher nicht sein könnte. Da ich mich zunächst für ein Sprachstudium entschlossen hatte, war es relativ problemlos ein Studentenvisum zu bekommen.

 

Ich hatte eine Aufnahmebestätigung der Universität in Peking als auch eine Wohnungsbestätigung des dazugehörigen Campus, was den Prozess der Visabeantragung glücklicherweise reibungslos laufen ließ.

 

In China gibt es nämlich kein „Working Holiday“ Visum oder gar ähnliches, wie es in typischen Word and Travel Ländern wie Australien der Fall ist. Es gibt das typische Touristenvisum, ein Studentenvisum, ein Geschäftsvisum und viele weitere Visakategorien, die aber alle für Work and Travel nicht geeignet sind. Es ist tatsächlich am einfachsten, vor allem wenn man das ganze Projekt auf eigene Faust angeht, ein Studentenvisum zu beantragen. Damit kann man anschließend auch ein Praktikum absolvieren. Da das Studentenvisum zunächst nur für die Dauer des Studiums gültig ist, muss man es vor Ort erneuern.

 

Manchmal ist dies nicht möglich, und man muss für die neue Beantragung ausreisen. Ich habe dies mit einem Ausflug nach Hong Kong verbunden, wo man das Visum problemlos erneuern kann, da es eine Sonderverwaltungszone ist. Die Alternative ist das Geschäftsvisum. Hierfür benötigt man für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen ein Einladungsschreiben der Firma, bei welcher man das Praktikum absolviert.

 

Dauert das Praktikum länger als 90 Tage, benötigt man zusätzlich eine offizielle Einladung aus einer chinesischen Behörde, welche die Firma beantragt. Bei einem Aufenthalt von über 6 Monaten benötigt man außerdem einen Gesundheitstest inkl. HIV-Test.

 

ShanghaiChina – ein facettenreiches Land

China ist ein sehr facettenreiches Land, und ich kann mit großer Freude berichten, dass ich fast nur gute Erfahrungen mit Chinesen gemacht habe. Chinesen sind sehr hilfsbereit, freundlich und gleichzeitig sehr neugierig vor allem Ausländern gegenüber. Nur wenige sprechen Englisch, weshalb ein Grundvokabular in Mandarin immer sehr hilfreich ist.

 

Die Universität, die Beijing Capital Normal University, ist eine ausgezeichnete Universität besonders im Hinblick auf die sprachliche Ausbildung von Ausländern. Die Universität ist darauf spezialisiert und bietet dementsprechend angepasste Kurse für verschiedene Sprachlevel. Die Dozenten stehen für alle Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung, wofür wir besonders dankbar waren, wenn wir Reisevorbereitungen zu treffen hatten.

 

Denn Reisen in China ist nicht gleich Reisen. Lange Schlange, große Menschenmengen und viel Gedrängel. Darauf sollte man sich einstellen und viel Geduld mitbringen. Doch all das wird mehr als entlohnt, wenn man einmal an seinem Reiseziel angekommen ist. Die Große Mauer, die Terrakotta-Armee, das Grasland der inneren Mongolei, die Wüste Gobi, Wolkenkratzer in Shanghai, Tempel in Hong Kong und so vieles mehr, das man nicht weiß wohin man zuerst reisen soll.

 

Ein guter Reiseführer ist hierbei essentiell. Ob man nun ein Naturliebhaber ist, oder sich lieber dem Glanz einer Metropole hingibt, oder auch einfach nur Jahrhundertealte Kultur erleben möchte, jeder kommt in China auf seine Kosten.

 

Geld verdienen & Lebenskosten in China

Die Möglichkeiten beim Work and Travel in China Geld zu verdienen, sind eher gering. Während meiner Suche nach einem geeigneten Praktikum, habe ich mich besonders bei deutschen Unternehmen umgesehen, was sich jedoch auch schwieriger gestaltete als zunächst gedacht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich einen Praktikumsplatz gefunden hatte, und dann in die Millionenmetropole Shanghai gezogen bin.

 

Das Gehalt war sehr niedrig, doch gerade ausreichend für chinesische Verhältnisse, sodass ich mir eine anständige Wohnung mieten konnte und für alle anderen Ausgaben aufkommen konnte. Auch das Reisen ist nicht zu kurz gekommen, da Transport und Unterkunft (vor allem Jugendherbergen) in China unheimlich günstig sind (ich habe teilweise 1 Euro pro Nacht bezahlt) .

 

Was die Wohnungssuche betrifft, ist es sehr schwierig eine Unterkunft zu finden, die unserem westlichen Standard entspricht. Für Ausländer ist es zudem noch schwieriger eine Wohnung zu mieten, besonders wenn man nur für einen kurzen Zeitraum wie 6 Monate im Land ist. Ich konnte glücklicherweise auf mein chinesisches Netzwerk zurückgreifen und habe mit Hilfe chinesischer Freunde und einem chinesischen Makler eine kleine, aber durchaus ausreichende, Wohnung finden können.

 

Du bist nicht der einzige der vor hat ein paar Monate nach China zu gehen!

Unterwegs in China habe ich auch viele Deutsche und andere Ausländer treffen können, die auf einer ähnlichen Mission wie ich waren. Ob Work and Travel, Teach and Travel oder Au-pair in China, die Möglichkeiten sind vielfältig. Und jeder macht dabei seine eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen.

 

Work and Travel in China lohnt sich immer: Auslandserfahrung in China ist für die eigene Karriere förderlich und ein Gewinn an Lebenserfahrung! Es werden viele Steine in den Weg gelegt, doch je mehr Steine man überwindet, desto mehr wird man belohnt.

 

Hong KongAbout Roxy & Weitere China Infos

Roxana Mihai hat ihre Leidenschaft für China bereits früh entdeckt, und daher Wirtschaftssinologie an der Hochschule Bremen studiert. Während ihres Studiums hat sie die Möglichkeit gehabt, China ein Jahr lang hautnah zu erleben, Land, Leute und Kultur zu erforschen und ausgiebig zu reisen.

Im Anschluss daran, hat sie ihr Studium mit einem Master in Journalismus in Birmingham, England abgerundet. Ihr Reisewissen und ihre journalistischen Erfahrung hat sie anschließend während eines Praktikums beim National Geographic praktisch angewendet und erweitert.

Nun unterstützt sie den Hamburger Spezialisten für China Reisen – China Tours – im Marketing Team, und vor allem im Online Bereich und der Redaktion.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.chinatours.de

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